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Literaturhinweise

 

Altner, Günter:

Jahrbuch Ökologie 2002

Hrsg. von, C.H. Beck München 2001, 303 S., 12,50 Euro, ISBN 3-406-47572-8

 

Becker, Andreas:

Zukunftsfähige Politik

Volkswirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte vernetzt.

Ökom, München 2001, 212 S., 17 Euro, ISBN 3-928-24472-8

 

Breyer, Klaus,  Barbara Hemkes, Udo Schneidereit (Hg.):
Lokale Agenda 21 - Acht Schritte zur zukunftsfähigen Kommune.
Düsseldorf 2001, 250 S., 29,00 DM, zzgl. Versandkosten, ISBN  3-931845-49-4.
Die Evangelische Kirche von Westfalen (Institut für Kirche und Gesellschaft der EkvW), das DGB-Bildungswerk und der Landesverband der Volkshochschulen in NRW sind eine ungewöhnliche Kooperation eingegangen: Sie veröffentlichten  ein gemeinsam erstelltes Agenda-Handbuch. Der in einjähriger  Arbeit entstandene Leitfaden  "Lokale Agenda 21 - Acht Schritte zur Zukunftsfähigen Kommune" beschreibt auf 250 Seiten in leicht verständlicher Weise, wie sich in Gemeinden, Städten und Landkreisen ein Agenda-21-Prozeß organisieren läßt.
Umweltministerin Bärbel Höhn empfahl das Handbuch ausdrücklich allen Agendaengagierten (und jenen die es noch werden wollen): "Dieser Leitfaden ist eine wichtige Orientierungshilfe und Unterstützung für die erfolgreiche Gestaltung Lokaler Agenden".
Die Publikation die unter der Projektleitung von Pfr. Klaus Breyer, Umweltreferat im Institut für Kirche und Gesellschaft entstanden ist, enthält als Schwerpunkt ein Projektmanagement, mit dessen Hilfe sich in acht Schritten ein effizienter, ergebnisorientierter und zeitlich überschaubarer Lokaler Agenda-Prozess   entwickeln läßt. Dabei werden jeweils direkte und alternative Wege vorgestellt. Dadurch bietet das aufwendig gestaltete Handbuch allen Nutzern die Möglichkeit, den Agendaprozess auf die jeweiligen spezifischen Gegebenheiten ihrer Kommune zuzuschneiden. 
Alle Schritte in dem durchgängig vierfarbigen Werk sind mit anschaulichen Beispielen versehen. Checklisten bieten die Möglichkeit der Erfolgskontrolle. Da der Leitfaden als Loseblattsammlung im A-4-Hefter gedruckt wurde, lassen sich die zahlreichen beigefügten Materialen direkt als Kopiervorlagen verwenden. Dazu gehören unter anderem Vordrucke für Vortragsfolien, aber auch Formulierungshilfen für Einladungsschreiben und Presseerklärungen.
In einem weiteren Kapitel werden besonders die Zielgruppen der Herausgeber angesprochen: Hier können sich z. B. Kirchengemeinden, Gewerkschaftskreisverbände oder Volkshochschulen umfassend über Ansatzpunkte der Agendaarbeit informieren. Zahlreiche mutmachende Beispiele regen den eigenen Ideenreichtum an "der Stadt Bestes zu suchen".
Ein umfangreicher Adressen- (einschließlich Internet-Angaben) und Bibliographieteil schließt das Ganze ab.
Als Autoren zeichnen Klaus Breyer vom Institut für Kirche und Gesellschaft der EkvW in Iserlohn, Barbara Hemkes vom AQU-Team des DGB-Bildungswerks in Düsseldorf, der freie Journalist und Buchautor Werner Schlegel aus Gelsenkirchen und Anke Valentin, eine ehemalige Mitarbeiterin des Wuppertaler Klimainstituts, verantwortlich. Druck und Herstellung wurden vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW (MUNLV) gefördert.
Bezug über das Institut für Kirche und Gesellschaft der EkvW,  Iserlohn, Tel. 02371/352-187; Fax -169; E-mail: m.puester@kircheundgesellschaft.de

 

 

Caf/Agenda Transfer (Hg.)

Agenda TOP "Ländlicher Raum im lokalen Agenda-21-Prozess"

Bonn, 2001, 60 S.

Bestellungen unter: Tel. 0228/604610, www.agenda-transfer.de

 

Daly, Herman E. :
Wirtschaft jenseits von Wachstum. Die Volkswirtschaftslehre nachhaltiger Entwicklung.
Salzburg, Anton-Pustet-Verlag 1999, 299 S., 49,50 DM, ISBN 3-7025-0375-7.
Manche bedeutenden Bücher über ökologische Ökonomie sind die ins Deutsche übersetzt worden; man denke nur an "The Entropy Law and the Economic Process" (1971) von Nicholas Georgescu-Roegen oder an "Technology and Growth. The Price we Pay" (1970) von Edward J. Mishan. Umso erfreulicher ist es, daß - nun drei Jahre nach der englischen Erstausgabe - Herman E. Dalys fundamentales Werk "Beyond Growth" von einem kleinen Verlag herausgebracht wird, unterstützt von einer ethisch motivierten Gruppe (edition solidarisch leben), von drei Übersetzern in ein passables Deutsch gebracht und von zwei ökologischen Ökonomen fachlich beraten. Sie haben ihre Arbeit gut gemacht - auch wenn ich mit der Übersetzung zweier Kernbegriffe von Daly gewisse Schwierigkeiten habe: Der eine, "throughput", wird mit "Durchlaufmenge", der andere, "scale", mit "Ausmaß" übersetzt. Gemeint sind aber "Stofflüsse" bzw. das "Niveau von Wirtschaftstätigkeit" aus ökologischer und sozialer Perspektive.
Zum Inhalt: Daly ist ein Renegat der herrschenden Ökonomie, der vermutlich sprachgewaltigste Wachstumskritiker, von Ökologen verehrt, von den meisten Ökonomen negiert (so wie ehedem Georgescu-Roegen und Mishan), Träger des alternativen, nicht des eigentlichen Nobelpreises. Er hat eine radikale Botschaft: Es gelte, das ökonomische System als Teil des ökologischen Systems, die Weltökonomie als Teil der Weltökologie zu begreifen - und, als Konsequenz daraus, die Idee permanenten quantitativen Wachstums über Bord zu werfen. Vieles könne auf ewig wachsen - Wissen, Einsicht, Weisheit, menschliche Dienstleistungen -, nicht aber die materiellen und energetischen Stofflüsse (throughput), nicht der internationale Handel. Was auf der mikroökonomischen Ebene als optimale Betriebsgröße immer schon diskutiert werde, müsse auf der makroökonomischen Ebene erst noch eingeführt werden: die Diskussion um das optimale Niveau der Wirtschaftstätigkeit (scale). Es gebe bio-physikalische und ethisch-soziale Grenzen des Wachstums, die bei Strafe der Gefährdung und Vernichtung des Lebens von Mensch und Natur nicht überschritten werden dürfen.
Das Buch enthält, auf diesem Grundverständnis aufbauend, eine Fülle provokanter Vorschläge für neue Konzepte, Meßmethoden und ethische Prinzipien: So fordert Daly u. a., in volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen den Naturverbrauch angemessen zu berücksichtigen und das "biblische Wirtschaftsprinzip" stärker zu beachten, nach dem der Mensch sorgfältig mit der Natur umzugehen habe.
Zugleich setzt sich Daly in seinem Buch kritisch mit dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung (sustainable development) auseinander. Er hält dieses Konzept, man ahnt es, für mißdeutbar und mißbrauchbar und macht deutlich, worauf es dabei ankommt, wie man seinen Sinn verteidigen kann und muß: So vertritt Daly eine strikte Definition von Nachhaltigkeit (strong sustainability), die sich nicht auf das Spiel vieler Umweltökonomen einläßt, den  Schwund von "Naturkapital" mit der Zunahme von "Humankapital"oder "produziertem Kapital" zu verrechnen (weak sustainability). Schon aus diesem Grunde ist die Lektüre diese Buches allen ökologisch aufgeschlossenen Menschen, auch Nicht-Ökonomen, zu empfehlen.
Udo E. Simonis

 

Diefenbacher, Hans:

Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit - Zum Verhältnis von Ethik und Ökonomie

Darmstadt: Wiss. Buchgesellschaft, 2001, 368 S.

ISBN: 3534154908

Sind wir den 'Sachzwängen' der Ökonomie letztlich ohnmächtig ausgeliefert oder können wir die Wirtschaft bewusst gestalten? Hat es überhaupt einen Sinn, ethische Normen für das wirtschaftliche Handeln einzufordern? Hans Diefenbacher, wissenschaftlicher Referent für Ökonomie an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) Heidelberg, legt hier eine Wirtschaftsethik für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vor, deren zentrale Leitbilder globale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit sind. Er begründet überzeugend die ethischen Normen für eine Ökonomie, die die Lebensbedingungen für alle langfristig sichert und schlägt Modelle für ihre praktische Umsetzung vor.

 

Diefenbacher, Hans:

Jenseits der Globalisierung - Handbuch für lokales Wirtschaften

Mainz: Matthias-Grünewald-Verlag, 1998, 390 S.; 2. Aufl. Moers: Christian-Ludwig-Verlag 2003 [mit Richard Douthwaite]

 

Diefenbacher, Hans:

Lokale Agenda 21 in der Praxis - Kommunale Handlungsspielräume für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik

Heidelberg: FEST, 1998, 295 S. [mit Volker, Teichert, Rolf Gramm, Holger Karcher und Stefan Wilhelmy]

 

Langner, Alexandra:

Umweltkommunikation und das Leitbild einer sozialökonomischen Analyse der Lebensstilansätze

Shaker Verlag, Aachen 2001, 191 S., ISBN 38265-8639-5

Lutzenberger, Jose /Franz-Theo, Gottwald:

Wege aus der Ernährungskrise

Campus, Frankfurt/M. 2001, 258 S., ISBN 3-593-36805-6

 

Luks, Fred :
Postmoderne Umweltpolitik? Sustainable Development, Steady State und die "Entmachtung der Ökonomik".
Metropolis, Marburg 2000,
121 S., 29,80 DM, ISBN 3-89518-292-3.
Der Titel trügt: In "Postmoderne Umweltpolitik?" erwartet die Leser kein langatmiges philosophisches Essay, sondern auf knappem Raum ein kompakter, gut lesbarer und kompetenter Rundumschlag über die Ökologische Ökonomik - als Einführungsband für Einsteiger gleichermaßen geeignet wie als anregende Lektüre für alte Hasen.
Fred Luks bleibt aber nicht auf dem Niveau unzähliger Einführungen zum Thema "Nachhaltige Entwicklung" stehen, sondern verknüpft vielmehr diese mit den Konzepten des Gründungsvaters der Ökologischen Ökonomik, Herman Daly. Er umreißt damit Bausteine einer ökologischen Makroökonomik im Sinne Dalys und entwickelt sie weiter: Dabei verbindet er das Dalysche Konzept eines "Steady States" (einer Wirtschaft ohne materielles Wachstum) mit den Zielsetzungen, die Stoffströme absolut zu senken. Alle Konzepte, die sich mit einer Begrenzung des materiellen Ressourcendurchsatzes ("scale") befassen, betonen und bedingen die Akzeptanz des ökologischen Vorsichtsprinzips, das Luks zu recht in den Mittelpunkt rückt. Luks scheut sich dabei auch nicht, Konflikte zwischen ökologischer Zielsetzung und ökonomischer Effizienz zu thematisieren, die mit der Hauptgrund sind, warum die Dalyschen Konzepte bislang (noch) nicht den Stellenwert erhalten haben, der ihnen zukommt. Dabei tritt Luks entschieden Kritiken entgegen, die die Dalyschen Ansätze als unökonomisch verwerfen und argumentiert in Kategorien, die durchaus Freiburger (ordnungspolitische) Einflüsse erkennen lassen. Luks gelingt es damit überzeugend, die Kompatibilität der Dalyschen Konzepte mit der marktwirtschaftlichen Ordnung zu begründen.
Im letzten Kapitel schlägt Luks - ganz im Stile eines methodologischen Pluralisten - den Bogen zur Postmoderne und enttäuscht auch die an diesem Diskurs interessierten Leser nicht: Dabei argumentiert er, daß gerade ein (Dalyscher) Ansatz, der "explizit von der Vorstellung Abschied (nimmt), mit mehr Wissen und Kontrolle den Erfordernissen von (ökologischer) Nachhaltigkeit entsprechen zu können" erkennen läßt, "daß das "moderne" Projekt der Naturaneignung und -kontrolle gescheitert ist" (S. 100).
Nicht thematisiert werden Umsetzungsfragen einer den "Scale" senkenden Umweltpolitik. Der vorliegende Band ist allerdings erst der erste aus einer Trilogie des Autors zum Thema "Wachstum, Ökologie und Steady State".
Marcus Stewen, Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik, Uni Mainz

 

Teichert, Volker :
Umweltmanagement in Schulen.

Arbeitshilfe zur Umsetzung der EMAS-Verordnung am Beispiel der Dammrealschule Heilbronn und der Internationalen Gesamtschule Heidelberg (mit inliegender Diskette),
Heidelberg 2000, 400 S., 32,- DM + Versandkosten.
Bereits in der Vergangenheit haben an vielen deutschen Schulen engagierte Lehrerinnen und Lehrer Umweltprojekte mit ihren Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Doch diese Initiativen hatten oft einen kurzfristigen Charakter und waren in aller Regel nicht in das Umwelthandeln der Schule integriert. Das Buch "Umweltmanagement in Schulen" zeigt nun neue Wege auf, wie man sich dem Thema Umweltschutz von seiten der Lehrer, Schüler und Eltern widmen kann: Es geht um ein Öko-Audit an Schulen, einer Art Umweltprüfung mit dem Ziel, Umweltbelastungen zu reduzieren, Ressourcen einzusparen, Umweltvorschriften einzuhalten, die Öffentlichkeit über die schulischen Aktivitäten zum Umweltschutz zu informieren und ein Umweltmanagementsystem aufzubauen. Mit dem Umweltmanagement kann der schulische Umweltschutz kontinuierlich verbessert werden - und ein umweltpolitisches Langzeitprojekt wird zum integralen Bestandteil des Schulalltags.
Ausgangspunkt ist die sogenannte EG-Öko-Audit-Verordnung aus dem Jahre 1993: mit ihr wurde mittlerweile in mehr als 2.500 Unternehmen ein Umweltmanagement erfolgreich aufgebaut. Seit 1998 können nun auch Handels- und Dienstleistungsunternehmen sowie Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung ein Öko-Audit ablegen. Das eröffnete erstmals den Schulen die Möglichkeit, ein Öko-Audit durchzuführen. Mit diesem Buch erhalten all jene einen Überblick über die EG-Öko-Audit-Verordnung, die sie auf den schulischen Bereich übertragen wollen.
Zunächst erfährt der Leser, warum sich das Öko-Audit so gut in der Umweltbildung und Umwelterziehung als pädagogisches Instrumentarium einsetzen läßt. Dann werden die einzelnen Artikel der Verordnung vorgestellt und die Fachsprache erläutert. Daran schließt sich ein Kapitel an, in dem die praktische Umsetzung ausführlich geschildert wird. Abgerundet wird die Darstellung durch verschiedene Arbeitsblätter, die von anderen Schulen mit leichten Veränderungen sofort angewendet werden können. Weiter enthält dieses Buch eine Checkliste zu insgesamt 14 Themengebieten, die als Grundlage für die erste Umweltprüfung an der jeweiligen Schule dienen können.
Zu bestellen bei: Forschungsstätte der Ev. Studiengemeinschaft (FEST) Heidelberg: Tel. 06221-167257, email an: volker.teichert@fest-heidelberg.de

 


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