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Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen

ACK unterstützt die Ökumenische Dekade zur Überwindung von Gewalt

Die für die Jahre 2001-2010 vom ÖRK angeregte Ökumenische Dekade zur Überwindung von Gewalt wird von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) unterstützt. Das hat die Mitgliederversammlung der ACK Ende Oktober in Augsburg beschlossen. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde auch die bisherige Geschäftsführerin der ACK und künftige Bischöfin der Nordelbischen Landeskirche, Pfarrerin Bärbel Wartenberg-Potter, verabschiedet. In einem der Mitgliederversammlung vorgelagerten Studientag hatten sich die Delegierten ausführlich mit dem Thema "Gewalt und Gewalt überwinden" auseinandergesetzt. Der Friedenspädagoge Uli Jäger vom Verein für Friedenspädagogik in Tübingen umriss in einem Vortrag zum Thema "Gewalt in der Gesellschaft heute als Herausforderung der Kirchen" den gegenwärtigen Kontext der Dekade. Er betonte, dass die Dekade zur richtigen Zeit käme. Nicht nur die Berichterstattung in den Medien über "Gewalt" trage zu einer defizitären Wahrnehmung bei. Insgesamt fehle es der öffentlichen Diskussion an Kontinuität und Tiefe, sowie an Solidarität mit den Opfern und wertorientierten Perspektiven. Der katholische Theologe und Generalsekretär von Pax Christi Joachim Garstecki befasste sich in einem weiteren Hauptreferat mit theologischen und ethischen Anfragen zur Perspektive der Gewaltüberwindung. Dabei stellte er das neue Wort der Deutschen Bischöfe "Gerechter Friede" in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Er hob hervor, dass die Herausforderung einer christlichen Praxis der Gewaltüberwindung nicht nur darin bestehe, Gewalt einzudämmen oder zu minimieren, sondern in der "Zumutung, die Logik der Gewalt in einer exemplarischen Situation zu überwinden". In anschließenden Arbeitsgruppen wurde über verschiedene Einzelbereiche der Gewalt nachgedacht. Dabei ging es sowohl um den Bereich der kriegerischen Gewalt, um Gewalt gegen ethnische Minderheiten, wie auch um Gewalt gegen Frauen und Gewalt im Umgang mit alten Menschen, Gewalt gegen die Schöpfung und die Gewalt in sozio-ökonomischen Strukturen.

Alle Mitglieds- und Gastkirchen wie auch die regionalen und lokalen ACKs werden gebeten, "die Dekade als einen Raum gegenseitigen Erfahrungsaustausches, einer vertieften theologischen und ethischen Reflektion und eines tatkräftigen gemeinsamen ökumenischen Handelns zu nutzen." Der spezifische Beitrag der ACK soll in einer theologischen Studienarbeit zum Themenkomplex "Gewalt - Gewalt überwinden" sowie in einer Beteiligung an der Förderung einer nationalen Vernetzung und Koordinierung bestehen. Die Möglichkeit der Einrichtung einer Info- und Kontaktstelle unter dem Dach der ACK soll geprüft werden. Nach einer Anfangsphase der Dekade ist die Durchführung eines Forums zur Zwischenbilanzierung geplant. Gleichzeitig beschloss die Mitgliederversammlung auf ihrer Sitzung in Augsburg, das seit 1995 bestehende "Arbeitsvorhaben zur Überwindung von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt" mit der Initiative "Lade Deine Nachbarn ein" weiterzuführen. Insbesondere die im Rahmen des Arbeitsvorhabens begonnenen Kontakte mit dem Zentralrat der Juden und dem Zentralrat der Muslime sollen im Blick auf den gemeinsamen Friedensbeitrag der Religionsgemeinschaften für die Dekade nutzbar gemacht werden.

Ökumenische Centrale, Postfach 900617, 60446 Frankfurt/ Main, Tel. 069/ 247027-0, Fax 069/ 247027-30, ackoec@t-online.de


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