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Die Macht der großen Konsumenten

Großverbraucher wie Behörden, Unternehmen, internationale Organisationen oder Schulen haben weitaus größeren Einfluss auf einen nachhaltigen Konsum als private Einzelkonsumenten. Darauf weist das Worldwatch-Institut in einer neuen Untersuchung hin.

Es sei verfehlt, wenn Umweltschützer und Verbraucherorganisationen sich im wesentlichen auf den Privatverbraucher und dessen Konsumgewohnheiten konzentrieren. Denn die hohen Ausgaben von Institutionen für Güter aller Art - von Büropapier bis zur Fahrzeugflotte - bergen laut Worldwatch weitaus mehr Möglichkeiten, zukunftsverträglich einzukaufen. Der Beschaffungsetat von Regierungsstellen umfasse beispielsweise in manchen Industrienationen über 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). In der EU summierten sich im Jahr 2001 die Ausgaben der Regierungen für Produkte und Dienstleistungen auf über 1 Billion $, das entspricht rund 14 % des europäischen BIP. Die Studie "Purchasing Power" macht deutlich, dass die Beschaffungsmodalitäten von Großverbrauchern darüber bestimmen, mit welchen Produkten Hunderte oder Tausende von Menschen tagtäglich umgehen. Zudem haben die Autoren untersucht, wie Großverbraucher durch gezielten Kauf von umweltverträglichen Produkten den gesamten Markt beeinflussen können. Beispielsweise habe US-Präsident Bill Clinton 1993 die Vorgabe erlassen, dass alle Regierungsstellen nur noch Computer anschaffen, die wegen ihres niedrigen Energieverbrauchs mit dem amerikanischen Gütezeichen "Energy Star" ausgezeichnet sind. Das hat laut Worldwatch dazu geführt, dass heute 95 % aller Monitore, 80 % aller Computer und nahezu alle Drucker, die in den USA verkauft werden, den "Energy Star"-Standards entsprechen.





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